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Hefte

Zwar müssen unsere Kinder heutzutage ihre Hefte nicht mehr selbst herstellen, aber trotzdem ist es gut zu wissen, wie einfach man eines basteln kann.


Erst ein Oktavheft. Soll es Linien haben, so müssen wir darauf achten, dass die Linien auf dem ungebrochenem Bogen der Länge nach gezogen sind, bei Quartheften der Quere nach.

Die Falzung der Bogen geschieht so, dass stets die beiden kurzen Seiten desselben genau mit den Ecken aufeinander gelegt werden. Das Falzbein fährt von der haltenden linken Hand aus zunächst nach der Mitte des entstandenen Bausches und macht hier einen Kniff; dann streicht es nach oben und nach unten.

Bei Oktavheften wird der ungebrochene Bogen dreimal, bei Quartheften zweimal gefalzt. Die Bogen werden ineinander gelegt und danach der Deckel von blauem Aktendeckelpapier in entsprechender Größe zugeschnitten.
Zum Heften nehmen wir graues Heftgarn und eine nicht zu kleine Nadel. Wir legen dabei das Heft mit dem Rücken uns zugewendet auf die Tischkante, fassen mit der Linken in die Mitte des Buches, und nun macht der Faden folgenden Weg: durch die Mitte des Rückens von innen nach außen, zwei Finger breit links vom Rande von außen nach innen, zwei Finger breit rechts vom Rand von innen nach außen und schließlich durch das Mittelloch wieder von außen nach innen.

Auf der Abbildung oben bezeichnet a den Anfang des Fadens, welcher im Innern des Heftes durch punktierte Linien angegeben ist. Der Verbindungsfaden der beiden Löcher c und d muss nun zwischen die beiden Enden des Fadens a und b gelegt werden; diese jetzt recht fest anziehen, Doppelknoten schlagen, bis auf 1 cm Länge abschneiden und endlich den Knoten mit dem Griff des Messers etwas breit klopfen. Den Rücken nochmals falzen, und dann kämen wir zum Beschneiden. Vorher brauchen die Blätter nicht aufgeschnitten zu werden.

Zuerst beschneiden wir die obere Seite, indem wir den Winkel genau an den Rücken legen, dann die untere ebenso. Durch einen Stich des Messers werden sodann vom Rücken aus nach der vorderen Seite gleiche Maße abpunktiert und nun diese beschnitten. Die Schneide des Messers aber recht senkrecht aufsetzen und das Lineal recht fest halten, damit der Schnitt nicht schief und schlecht wird.

Wenn kein Schild vorhanden, kann man sich selber eines schneiden. Man knifft ein entsprechend großes Stück Papier zweimal (Abbildung unten, Punkt 1)



und schneidet das nun vierfach liegende Papier an den Rändern in den Formen 2, 3 oder 4 oder ähnlich aus.
Den Rücken des Heftes kann man durch einen mit Leim herübergeklebten Streifen Kaliko oder Aktendeckel noch etwas dauerhafter machen. Auch kann man den ganzen Deckel außen mit Marmorpapier (Kleister) bekleben; dies geschieht nach dem Heften, aber vor dem Beschneiden.
Will man mehrere Bogen nebeneinander zu einem Heft (Diarium) vereinigen, so wird anders geheftet.

 



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